
Bei manchen spezifischen Krankheitsbildern ist die Durchführung einer häuslichen Infusionstherapie von großem Vorteil. Die Infusionstherapie daheim hat bereits vielen HIV/AIDS-PatientInnen geholfen ihren Lebensrhythmus zu erhalten. Vor allem Berufstätige nützen dieses Angebot, um ihrer täglichen Arbeit nachgehen zu können. Dies kann zum Beispiel eine Antibiotikagabe oder eine Schmerztherapie sein. Für Menschen, die von der Erkrankung sehr geschwächt sind, ist es eine große Erleichterung den täglichen Krankentransport auf eine Tagesstation zu vermeiden.
Angeboten wird auch eine schrittweise Einschulung zur Selbstinjektion, die ein Teil der antiretroviralen Therapie sein kann.
PatientInnen, welche an einer ungewollten Gewichtsabnahme (Wastingsyndrom) leiden, verlieren sehr rasch an Körpergewicht. Um im weiteren Verlauf keine Ernährungssonde (Sonde im Magen-Darmtrakt) zu benötigen kann eine intravenöse (parenterale) Ernährung zur Stabilisierung des Körpergewichts angeboten werden. Die Infusionstherapie wird bevorzugt mittels Venenverweilkanüle oder Dauerzugang (Port-a-cath) verabreicht.